sweet bikinis

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1946 erfand Louis Réard den Bikini, wie wir ihn heute kennen. Der Name Bikini stammt von einer Marshallinsel, einem nuklearen Atomtestgebiet der Amerikaner. 1946 explodierten dort Atombomben, im gleichen Jahr detonierte ebenfalls eine „Bombe“ in Europa: Réards Zweiteiler, genannt Bikini.[7] Der Erfinder Louis Réard präsentierte am 5. Juli 1946 im Pariser Nobelbad "Molitor" den ersten Bikini den Medien. Dazu musste er die Nackttänzerin Micheline Bernardini engagieren, da sich kein Mannequin traute, die sehr knappen Badekleider anzuziehen. In den ersten Jahren konnte sich das neue Kleidungsstück noch nicht durchsetzen, da es als schamlos und skandalös galt und es an vielen Badeorten verboten war, u. a. in Italien, Spanien und Portugal. Paradoxerweise wurde es 1949 von der französischen Polizeipräfektur am Mittelmeer erlaubt, aber gleichzeitig an der französischen Atlantikküste verboten. Auch in den USA wurde der Bikini verboten, besonders in Hollywoodfilmen, die den ungeschriebenen „Moralgesetzen“ des Hays Codes unterlagen, ebenso in Schönheitswettbewerben. 1953 sorgte Marilyn Monroe im Bikini für Furore. Ebenso zeigte sich 1953 die damals noch relativ unbekannte Brigitte Bardot in einem rosa karierten Bikini auf dem Filmvestival von Cannes. Brian Hyland widmete 1960 dem Bikini den Schlager Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini, der weltberühmt wurde und u. a. von Dalida unter dem Titel „Itsi bitsi petit bikini“ gecovert wurde. Erst in den freizügigeren 1960er Jahren kam die Zeit des Bikinis und er wurde durch die Schauspielerin Ursula Andress, die ihn in dem Film „James Bond – 007 jagt Dr. No“ trug, weltberühmt. (siehe: Dr. No Bikini) 1946 erfindet der gelernte Automechaniker und spätere Modeschöpfer Louis Réard den Bikini und ließ am 18. Juli 1946 eine Zeichnung des Zweiteilers patentierten.[7]. Dieser besteht aus vier Dreiecken: Zwei Dreiecke, durch eine Kordel verbunden, bilden die Hose, zwei kleine Dreiecke bedecken knapp die Brust.[8] Am 5. Juli 1946 wurde der Bikini zum ersten Mal im Pariser Bad Piscine Molitor der Öffentlichkeit präsentiert, getragen von der Stripteasetänzerin Micheline Bernadini.[8] Der außergewöhnlich viel nackte Haut zeigende Bikini löst einen Skandal aus und erhält fast weltweit Badeverbot. Dem Modediktat in den 1950er Jahren nach wurden Wespentaille, runde Hüften und ein voller Busen kennzeichnend für das Idealbild der Frau. Die Badeanzüge werden mit einem figurmodellierenden Innenleben versehen, die die Taille zusammenschnüren und die Brust anheben. Zweiteiler eignen sich nicht, um das Schönheitsideal zu erreichen. Der Bikini wurde aus der Mode verbannt. 1954 warb die amerikanische Vogue: „Bedeckt: der Badeanzug des Jahres 1954 … der Badeanzug als Kleid – angezogen, nicht ausgezogen – langärmelig, hochgeschlossen, tailliert oder ausgeschnitten wie ein Kleid“.[9] 1959 wurde dem Bikini eine neue Chance gegeben. Das Frauenmagazin Constanze warb: „Bikinis stehen wieder hoch im Kurs“.[10] 1960 dominierten zunehmend Einteiler. Sie wurden durch Strand-Capes ergänzt, die man über ihnen trug. Der Bikini verschwand danach beinahe komplett aus den Frauenmagazinen. Nur noch vereinzelt wurde er erwähnt.[11] „Die Bademode 1960 bevorzugt Bikinis, Anzüge mit kleinen Ärmeln und Shortformen“.[12] 1960er Jahre [Bearbeiten] 1962 bemühte sich die Zeitschrift Freundin um ein Comeback des Bikinis: „Zwei Jahre lang hat man den Bikini totgesagt, mit Erfolg, dass er in diesem Jahr noch häufiger und verführerischer auftaucht“.[13] Ursula Andress verschuf dem Bikini wieder Popularität, weil sie im James-Bond-Film James Bond jagt Dr. No im Bikini bekleidet auftrat; ihr Dr. No Bikini wurde 2001 auf einer Auktion für etwa 60.000 $ an einen Sammler verkauft und wurde das bis dato teuerste Stück Badebekleidung aller Zeiten.[14] Auch das neue Kinogenre der Strandfilme „warb“ um den Bikini. Er wurde häufig als dramaturgisches Accessoire eingesetzt: „Brave Mädchen trugen einen Badeanzug und die weniger braven traten im Bikini auf“.[15] 1963 erlosch die Bikini-Euphorie erneut. Er wurde durch Badeanzüge verdrängt, die die Zweiteiligkeit vortäuschten. Ihre Oberteile waren andersfarbig oder anders gemustert als ihre Unterteile, zusätzlich verstärkte ein Gürtel die optische Täuschung der Zweiteiligkeit.[16] 1964 löste Rudi Gernreich mit dem Monokini einen neuen Skandal aus und sicherte damit die nun unaufhaltsame Zukunft des Bikinis. 1965 wurde das Tragen von Bikinis zumindest an einigen Stränden toleriert. Dennoch konnten Trägerinnen des Bikinis von der Justiz bestraft werden. So musste das 17-jährige Fotomodel Ilonka an drei Wochenenden die Fußböden von Krankenhäusern und Altersheimen putzen, weil sie auf dem Münchener Viktualienmarkt dem Bikini zum endgültigen Durchbruch hatte verhelfen wollen.[17] Mitte der 1960er wurde das Wirtschaftswachstum deutlich spürbar. Mit ihm brach eine neue Ära der Jugendrevolution an, mit der auch ein kommerzieller Jugendmarkt entstand. Gleichzeitig wurde eine „Sexwelle“ losgelöst. „Sex sells“ lautete ein neuer Werbeslogan. „Mit einem Schuss Sex ließ sich der Umsatz nicht nur bei Zeitungen, Illustrierten, Büchern und Filmen steigern. Vom Autoreifen bis zum Schuppenshampoo setzte die Werbung erstmals vollkommen hemmungslos auf die neue Wunderwaffe“.[18] 1966 präsentiert der Modedesigner Paco Rabanne seine neueste Strandkleidkollektion. Die Kleidungsstücke waren aus Plastik gefertigt und sollen sexy und unnahbar wirken. Ende der 1960er Jahre wurden freizügige und ausgefallene Modelle konzipiert, die symbolisch die Selbstverwirklichung unterstützen sollten. Minirock und Bikini sollten sowohl an die revolutionierende Jugend der 1960er Jahre als auch an die Demonstrationen, mit denen die Frauen ihre Emanzipiertheit veranschaulichten, demonstrieren. Bikinis in einem Schaufenster (2005) In deutschen Schwimmbädern (der Bundesrepublik) war der Bikini bis in die 1970er Jahre verboten. Gegenwart [Bearbeiten] In der Gegenwart gibt es unterschiedliche Modeströmungen. Einerseits werden vor allem in den USA und Lateinamerika sogenannte Microkinis beliebter – ausgesprochen knapp geschnittene Bikinis, die gerade noch die Schamlippen bedecken. Zum anderen werden weitere Formen der Badebekleidung entworfen, die dem zunehmenden Anteil muslimischer Bevölkerung in westlichen Ländern gerecht werden. So wird neuerdings in Australien ein Burkini (aus „Burka“ und „Bikini“) angeboten, der islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll. Das Wort „Bikini“ hat auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Sprache gefunden, indem es in Wortzusammensetzungen wie Bikinizone, Bikini Waxing oder Bikinifigur auftaucht.

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1946 erfand Louis Réard den Bikini, wie wir ihn heute kennen. Der Name Bikini stammt von einer Marshallinsel, einem nuklearen Atomtestgebiet der Amerikaner. 1946 explodierten dort Atombomben, im gleichen Jahr detonierte ebenfalls eine „Bombe“ in Europa: Réards Zweiteiler, genannt Bikini.[7] Der Erfinder Louis Réard präsentierte am 5. Juli 1946 im Pariser Nobelbad "Molitor" den ersten Bikini den Medien. Dazu musste er die Nackttänzerin Micheline Bernardini engagieren, da sich kein Mannequin traute, die sehr knappen Badekleider anzuziehen. In den ersten Jahren konnte sich das neue Kleidungsstück noch nicht durchsetzen, da es als schamlos und skandalös galt und es an vielen Badeorten verboten war, u. a. in Italien, Spanien und Portugal. Paradoxerweise wurde es 1949 von der französischen Polizeipräfektur am Mittelmeer erlaubt, aber gleichzeitig an der französischen Atlantikküste verboten. Auch in den USA wurde der Bikini verboten, besonders in Hollywoodfilmen, die den ungeschriebenen „Moralgesetzen“ des Hays Codes unterlagen, ebenso in Schönheitswettbewerben. 1953 sorgte Marilyn Monroe im Bikini für Furore. Ebenso zeigte sich 1953 die damals noch relativ unbekannte Brigitte Bardot in einem rosa karierten Bikini auf dem Filmvestival von Cannes. Brian Hyland widmete 1960 dem Bikini den Schlager Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini, der weltberühmt wurde und u. a. von Dalida unter dem Titel „Itsi bitsi petit bikini“ gecovert wurde. Erst in den freizügigeren 1960er Jahren kam die Zeit des Bikinis und er wurde durch die Schauspielerin Ursula Andress, die ihn in dem Film „James Bond – 007 jagt Dr. No“ trug, weltberühmt. (siehe: Dr. No Bikini) 1946 erfindet der gelernte Automechaniker und spätere Modeschöpfer Louis Réard den Bikini und ließ am 18. Juli 1946 eine Zeichnung des Zweiteilers patentierten.[7]. Dieser besteht aus vier Dreiecken: Zwei Dreiecke, durch eine Kordel verbunden, bilden die Hose, zwei kleine Dreiecke bedecken knapp die Brust.[8] Am 5. Juli 1946 wurde der Bikini zum ersten Mal im Pariser Bad Piscine Molitor der Öffentlichkeit präsentiert, getragen von der Stripteasetänzerin Micheline Bernadini.[8] Der außergewöhnlich viel nackte Haut zeigende Bikini löst einen Skandal aus und erhält fast weltweit Badeverbot. Dem Modediktat in den 1950er Jahren nach wurden Wespentaille, runde Hüften und ein voller Busen kennzeichnend für das Idealbild der Frau. Die Badeanzüge werden mit einem figurmodellierenden Innenleben versehen, die die Taille zusammenschnüren und die Brust anheben. Zweiteiler eignen sich nicht, um das Schönheitsideal zu erreichen. Der Bikini wurde aus der Mode verbannt. 1954 warb die amerikanische Vogue: „Bedeckt: der Badeanzug des Jahres 1954 … der Badeanzug als Kleid – angezogen, nicht ausgezogen – langärmelig, hochgeschlossen, tailliert oder ausgeschnitten wie ein Kleid“.[9] 1959 wurde dem Bikini eine neue Chance gegeben. Das Frauenmagazin Constanze warb: „Bikinis stehen wieder hoch im Kurs“.[10] 1960 dominierten zunehmend Einteiler. Sie wurden durch Strand-Capes ergänzt, die man über ihnen trug. Der Bikini verschwand danach beinahe komplett aus den Frauenmagazinen. Nur noch vereinzelt wurde er erwähnt.[11] „Die Bademode 1960 bevorzugt Bikinis, Anzüge mit kleinen Ärmeln und Shortformen“.[12] 1960er Jahre [Bearbeiten] 1962 bemühte sich die Zeitschrift Freundin um ein Comeback des Bikinis: „Zwei Jahre lang hat man den Bikini totgesagt, mit Erfolg, dass er in diesem Jahr noch häufiger und verführerischer auftaucht“.[13] Ursula Andress verschuf dem Bikini wieder Popularität, weil sie im James-Bond-Film James Bond jagt Dr. No im Bikini bekleidet auftrat; ihr Dr. No Bikini wurde 2001 auf einer Auktion für etwa 60.000 $ an einen Sammler verkauft und wurde das bis dato teuerste Stück Badebekleidung aller Zeiten.[14] Auch das neue Kinogenre der Strandfilme „warb“ um den Bikini. Er wurde häufig als dramaturgisches Accessoire eingesetzt: „Brave Mädchen trugen einen Badeanzug und die weniger braven traten im Bikini auf“.[15] 1963 erlosch die Bikini-Euphorie erneut. Er wurde durch Badeanzüge verdrängt, die die Zweiteiligkeit vortäuschten. Ihre Oberteile waren andersfarbig oder anders gemustert als ihre Unterteile, zusätzlich verstärkte ein Gürtel die optische Täuschung der Zweiteiligkeit.[16] 1964 löste Rudi Gernreich mit dem Monokini einen neuen Skandal aus und sicherte damit die nun unaufhaltsame Zukunft des Bikinis. 1965 wurde das Tragen von Bikinis zumindest an einigen Stränden toleriert. Dennoch konnten Trägerinnen des Bikinis von der Justiz bestraft werden. So musste das 17-jährige Fotomodel Ilonka an drei Wochenenden die Fußböden von Krankenhäusern und Altersheimen putzen, weil sie auf dem Münchener Viktualienmarkt dem Bikini zum endgültigen Durchbruch hatte verhelfen wollen.[17] Mitte der 1960er wurde das Wirtschaftswachstum deutlich spürbar. Mit ihm brach eine neue Ära der Jugendrevolution an, mit der auch ein kommerzieller Jugendmarkt entstand. Gleichzeitig wurde eine „Sexwelle“ losgelöst. „Sex sells“ lautete ein neuer Werbeslogan. „Mit einem Schuss Sex ließ sich der Umsatz nicht nur bei Zeitungen, Illustrierten, Büchern und Filmen steigern. Vom Autoreifen bis zum Schuppenshampoo setzte die Werbung erstmals vollkommen hemmungslos auf die neue Wunderwaffe“.[18] 1966 präsentiert der Modedesigner Paco Rabanne seine neueste Strandkleidkollektion. Die Kleidungsstücke waren aus Plastik gefertigt und sollen sexy und unnahbar wirken. Ende der 1960er Jahre wurden freizügige und ausgefallene Modelle konzipiert, die symbolisch die Selbstverwirklichung unterstützen sollten. Minirock und Bikini sollten sowohl an die revolutionierende Jugend der 1960er Jahre als auch an die Demonstrationen, mit denen die Frauen ihre Emanzipiertheit veranschaulichten, demonstrieren. Bikinis in einem Schaufenster (2005) In deutschen Schwimmbädern (der Bundesrepublik) war der Bikini bis in die 1970er Jahre verboten. Gegenwart [Bearbeiten] In der Gegenwart gibt es unterschiedliche Modeströmungen. Einerseits werden vor allem in den USA und Lateinamerika sogenannte Microkinis beliebter – ausgesprochen knapp geschnittene Bikinis, die gerade noch die Schamlippen bedecken. Zum anderen werden weitere Formen der Badebekleidung entworfen, die dem zunehmenden Anteil muslimischer Bevölkerung in westlichen Ländern gerecht werden. So wird neuerdings in Australien ein Burkini (aus „Burka“ und „Bikini“) angeboten, der islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll. Das Wort „Bikini“ hat auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Sprache gefunden, indem es in Wortzusammensetzungen wie Bikinizone, Bikini Waxing oder Bikinifigur auftaucht.

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